Charisma

Charisma oder Projekt von Gott für unsere Gesellschaft:

  •  Ignatianische Spiritualität
  •  Menschliche und geistliche Reifung vor allem der Mädchen und Frauen, der Randständigen
  • Keine Klausur

Wir leben als Schwestern nach der Spiritualität von Ignatius von Loyola: Lieben als Antwort auf Gottes Liebe ist unsere erste Aufgabe. Die grössere Ehre Gottes suchen. Ja „von der Theorie zur Praxis führt das Üben und die Ausdauer“. Dieses Üben ist für Ignatius immer ein Sich-Bereiten, das um die unaufhebbare Spannung von Gottes Gnadenwirken und eigenem  Mittun weiss.

 

Darum hat für unsere Gemeinschaft die geistliche Begleitung – in der Form von begleiteten Einzelexerzitien, jährlichen 8tägigen Exerzitien, Triduum, aber auch in Begleitgesprächen während des gelebten Alltags – einen hohen Stellenwert. Die Exerzitien laden ein, geistliche, ganz-menschliche Erfahrungen zu machen: Wort, Phantasie, leibliches Üben, geistliche Experimente gehören zum Gebetsweg. Es geht um „Einheit von Glauben und Leben“. Es geht darum das Leben zur Sprache zu bringen mit all seinen Dimensionen - Leib, Seele, Geist, Familie, Beruf, Gesellschaft, Politik, Finanzgebaren etc. Dabei geht es um die Bewahrung der Freiheit des Geistes, der Achtung und Würde der Person auf dem Weg zu Gott. Wie der hl. Ignatius ein Meister der Kommunikation war, so war für Anne de Xainctonge das Gespräch, ja „Gespräch-sein“ sehr wichtig. Entscheidend nach Ignatius ist, sich in der Schule Gottes vom Heiligen Geist führen zu lassen.

"Der Mensch ist dazu geschaffen,
Gott zu loben,
Ihm Ehrfurcht zu erweisen und Ihm zu dienen“, hl. Ignatius
 
"Wahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes,
so dass du auch immer
das Gegenteil tun könntest,
von dem, was du jetzt tust“ hl. Ignatius.
Auch heute achten wir auf die Bedürfnisse der Jugend und der Erwachsenen, der Randständigen unserer Zeit und bemühen uns um ihre menschliche und geistliche Reifung.

Obwohl wir lange Zeit unser Charisma in der Lehrtätigkeit sahen - sprich Schulen - sahen wir rückblickend, dass wir von Anfang an immer auch schon in Erziehung und Sozialarbeit, in Pflege und Pfarreiarbeit tätig waren. So sind wir heute in Internaten, Schulen, Slums, sozialen Familien- und Frauenprojektarbeiten, Mobilkliniken, seelsorglicher Arbeit und in Medien engagiert. Die Inhalte der Exerzitien geben unserem Arbeiten und unserer Pädagogik eine xainctonische Note. Nämlich jedem mit Würde und Respekt zu begegnen und das Gespräch auch mit andern Religionen und Konfessionen zu suchen und unsere Methoden dem Aufnahmevermögen der andern anzupassen.

Vor allem verpflichtet uns unsere Berufung, dass wir der Frau helfen, sich ihrer Aufgabe und Würde im Geiste des Evangeliums bewusst zu werden.

 

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  • Die Armut im Geiste wird uns helfen, Geisteshaltung und Eigenart der Menschen, die sich nach Zeit, Umwelt und Alter ändern, besser zu verstehen und in ihrer Werthaltigkeit zu erkennen. Konst. 12

 

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Der gleiche Geist Gottes führt uns zusammen, um an der Sendung der Kirche teilzunehmen. Wie unsere Stifterin wollen wir hellhörig sein für die besondere Aufgabe der Jugend und Frauen in der heutigen Welt. Wir stellen uns in ihren Dienst: vor allem durch Erziehung und Unterricht, um alle im Glauben zu fördern und ihnen zu helfen, nach dem Evangelium zu leben. Dabei bevorzugen wir die Armen. Den Bedürfnissen der Zeit entsprechend, leisten wir diesen Dienst auch in der Betreuung der Kranken und Hilfsbedürftigen. Konst. 2
„Liebe genügt“ –
„esta basta“ hl. Ignatius

 

Die Gesandten seien sich bewusst, dass sie zu einem Volk gesandt sind, dessen Kultur, Denkart, Sprache sie wohl nie vollständig verstehen können. So müssen sie beharrlich von diesem Volk lernen, um ihm besser helfen zu können und es in angepasster Weise zu Christus zu führen. Konst. 12

«Ohne Klausur» ermöglicht uns ein Uns-Öffnen, ein Hinausgehen, ein Riskieren des Unvorherge-sehenen, ein Wagen des Neuen, ein Offensein für die Nöte der Menschen, offen für den hl. Geist und dessen Führung.

 

Bei der Auswahl unserer Arbeitsfelder achten wir auf die Nöte der Kirche und der Welt und auf unsere Kräfte. Wir leben  kontemplativ in der Aktion. Das heisst, Hingabe in allem, ein mystischer Dienst nach Ignatius von Loyola. Darum brauchen wir Zeiten der Stille, des Hörens und des Suchens nach Gottes Willen in seiner Liebe. So ist all unser Denken, Tun und Werken unterstützt und verwoben.